Psychotherapie, Lebensberatung, Coaching

Wie ich meine Methoden einsetze

 

Meine Methoden setze ich in der Psychotherapie und im Coaching unterschiedlich ein. Entscheidend sind dabei immer Ihr Anliegen, Ihre persönliche Situation und das Ziel der gemeinsamen Arbeit.

In der Psychotherapie können Methoden wie Gesprächsführung, PEP und Klopftechniken, körperorientierte und kreative Methoden, Biografiearbeit, Familienaufstellung, Rollenspiel, hypnosystemische Trancen oder Humor dabei unterstützen, psychische Belastungen zu verstehen und zu bearbeiten. Welche Methode sinnvoll ist, hängt von Ihren Beschwerden und den gemeinsam vereinbarten therapeutischen Zielen ab.

Im Coaching steht dagegen Ihre persönliche oder berufliche Entwicklung im Mittelpunkt. Die Methoden werden hier eingesetzt, um beispielsweise Ziele zu klären, neue Perspektiven zu entwickeln, Entscheidungen vorzubereiten, eigene Ressourcen zu erkennen oder konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Eine Methode kann deshalb in beiden Bereichen vorkommen, wird aber nicht automatisch mit derselben Zielsetzung eingesetzt.

 

Das Gespräch

 

Der Ausgangspunkt jeder Zusammenarbeit.

„Was kann ich für Sie tun?“ „Wie geht es Ihnen?“  „Was ist gerade bei Ihnen los?“ „Wie fühlen Sie sich gerade?“

Wir arbeiten daran, belastende Erinnerungen, Gedanken und Gefühle besser einzuordnen und einen Umgang damit zu entwickeln, der Sie im Alltag weniger beeinträchtigt. Ich erkunde Ihre persönliche Situation und wir lernen uns kennen. Manche Problematiken werden dabei schon formuliert und positive Veränderungen können erreicht werden. Sind die Thematiken tiefer

manifestiert, weiterreichend oder unklar, wende ich individuell

abgestimmte Therapie- oder Coachingtechniken an.

Insbesondere hypnosystemische Einflüsse prägen meine Vorgehensweisen. Diese Therapieform arbeitet ganzheitlich, lösungsorientiert und bezieht unterbewusste Prozesse ein. Die Wahrnehmung des Klienten wird von dem momentanen Problembewusstsein in eine lösungsorientierte Zielführung

gerichtet.


Kreative Methoden

 

Wenn sich etwas schwer in Worte fassen lässt.

Das Gespräch führt oft an Punkte, die nicht oder nur schwer verbalisiert werden können. Dann biete ich kreative Techniken an, mit denen das Unterbewusste visualisiert und neu betrachtet werden kann. So können Veränderungen ausprobiert werden, neue Perspektiven können eingenommen, ausgebaut und wieder verworfen werden.

Künstlerische Fähigkeiten sind dafür nicht erforderlich.

Gerade, wenn Sie sich nicht als kreativ einschätzen, werden Sie überrascht sein, welche neuen Sichtweisen und Ausdrucksmöglichkeiten sich durch kreative Methoden ergeben können.

Das Material, mit dem Sie arbeiten, ist vielfältig, angefangen mit Papier

und Stiften über Farben, Stoffe, Draht, Pappe und Karton bis zu Stofftieren

und ganzen Rauminstallationen. Auch der Einsatz von Bewegungen,

Klängen und Tönen kann den Prozess unterstützen.

Eine weitere Methode ist das Rollenspiel, in dem Sie Verhaltensmuster

ausprobieren und Rollen wechseln können, um Systeme zu erkennen

und zu verändern.


Körperorientierte Methoden

 

Embodiment bezeichnet die Wechselwirkung zwische Körper und Psyche.

Momentane Zustände unseres Erlebens im Fühlen und Denken sowie im Körpergedächtniss gespeicherte Erlebnisse können durch körperliche Interventionen reguliert und verändert werden. Gerade bei Ängsten, bei der Stressregulation sowie in der Traumatherapie werden diese Methoden angewendet.

Augenbewegungen oder andere bilaterale Reize werden in den Methoden eingesetzt. Diese können im therapeutischen Prozess genutzt werden, um die Aufmerksamkeit gezielt auf bestimmte Gedanken, Erinnerungen oder Gefühle zu lenken.

 

Atemtechniken können helfen um bei Ängsten und anderen Belastungen das Nervensystem zu beruhigen und emotionale Spannungen zu lösen.


PEP ® (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie): Dies ist die Weiterentwicklung verschiedener Klopftechniken durch Dr. Michael Bohne.

Klopftechniken können bei bestimmten Angst- und Stressreaktionen als ergänzende Methode eingesetzt werden. Im Mittelpunkt steht dabei, die eigene Reaktion auf belastende Situationen besser wahrzunehmen und zu regulieren.

Bei PEP können unterstützen parafunktionale Fühl-, Denk- und Verhaltensmuster
durch eine Verstörung neuronaler Netzwerke mittels bifokal
multisensorischer Stimulationen (Klopfen auf Akupunkturpunkten, Augenrollbewegungen, Summen, Zählen, Affirmationen aussprechen, etc.) verändern.

 

Veränderungen der Blickrichtungen durch Handbewegungen,
ähnlich wie beim EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessin)

das in der Traumatherapie eingesetzt wird, entsteht beim Klienten
eine bilaterale Stimulation. Wenn im Coaching oder in der Therapie bewusst mit dieser Methode gearbeitet wird, helfen sie focussierte Themen zu bearbeitet und in stabilisierter Form ins Leben zu integrieren. 

Bei dieser Methode können auch auditive oder taktile links-rechts-Impulse eingesetzt werden.

 

brainspotting ist eine psychotherapeutische Methode zur Traumaverarbeitung, von David Grand. Einerseits werden Brainspots bei Belastungen, andererseits zum Aufbau und Stärkung von Ressourcen benutzt. Die Blickrichtung wird bei dieser Technik ganz gezielt eingesetzt.

 

Biografiearbeit

 

Die Vergangenheit – und damit auch die eigene Kindheit – können wir nicht verändern. Wir können jedoch verändern, wie wir heute auf das Erlebte blicken und welche Bedeutung wir ihm geben.

In der Biografiearbeit betrachten wir wichtige Erfahrungen und Lebensabschnitte aus Ihrer heutigen Perspektive. Heute verfügen Sie über Erfahrungen, Wissen und Möglichkeiten, die Ihnen damals als Kind oder in früheren Lebensphasen noch nicht zur Verfügung standen.

Dadurch können sich neue Sichtweisen und Einordnungen ergeben. Was früher vielleicht selbstverständlich, unverständlich oder belastend erschien, kann heute anders betrachtet werden.

Diese neuen Perspektiven können dabei helfen, die eigene Geschichte besser zu verstehen und Erkenntnisse daraus für die heutige Lebenssituation und zukünftige Entscheidungen zu nutzen.

 

Familienaufstellung

 

Familienstrukturen und Beziehungen lassen sich nicht immer leicht allein im Gespräch erfassen. Mit bildhaften und kreativen Mitteln kann eine Familienaufstellung deshalb eine zusätzliche Möglichkeit bieten, Beziehungen und Zusammenhänge sichtbar darzustellen.

Dafür können beispielsweise farbige, beschriftete oder bemalte Karten, Figuren oder Stofftiere verwendet werden. Die Aufstellung kann an einer großen Wand oder auf dem Boden entstehen – je nachdem, was für Sie passend ist.

Durch die räumliche Darstellung können Beziehungen, Abstände und persönliche Wahrnehmungen anschaulich werden. Dadurch können sich neue Sichtweisen auf familiäre Strukturen und Beziehungen ergeben.

Die Aufstellung kann Ihnen ermöglichen, eine vertraute Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten und daraus neue Gedanken und Handlungsmöglichkeiten für Ihre heutige Lebenssituation zu entwickeln.

 

Rollenspiel

 

Manche Situationen lassen sich im Gespräch gut verstehen – andere werden erst deutlich, wenn man sie praktisch ausprobiert.

Im Rollenspiel können beispielsweise bevorstehende Gespräche, Konflikte oder schwierige Situationen gemeinsam dargestellt und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Dabei können Sie unterschiedliche Verhaltensweisen und Formulierungen ausprobieren, ohne die reale Situation bereits bewältigen zu müssen.

Das kann beispielsweise hilfreich sein, wenn Sie ein schwieriges Gespräch vorbereiten, Ihre eigenen Grenzen deutlicher vertreten oder eine ungewohnte Situation sicherer gestalten möchten.

Durch den Perspektivwechsel können neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten entstehen. Sie können ausprobieren, was sich für Sie stimmig anfühlt, und anschließend gemeinsam betrachten, welche Erfahrungen Sie daraus für die reale Situation mitnehmen möchten.

 

Persönlichkeitsanteile – Ego-State-Therapie

 

Die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen orientiert sich an der Ego-State-Therapie. Dabei gehen wir davon aus, dass jeder Mensch unterschiedliche innere Zustände oder Persönlichkeitsanteile kennt, die sich je nach Situation unterschiedlich zeigen können.

Ein Anteil kann beispielsweise besonders leistungsorientiert sein, während ein anderer eher vorsichtig, ängstlich oder selbstkritisch reagiert. Auch Bedürfnisse, Erinnerungen und Erfahrungen können mit bestimmten inneren Anteilen verbunden sein.

Im therapeutischen Prozess geht es darum, diese unterschiedlichen Anteile wahrzunehmen und besser zu verstehen. Dabei kann deutlich werden, welche Aufgabe oder welches Bedürfnis hinter einer bestimmten Reaktion steht und wie die verschiedenen Anteile miteinander umgehen.

Nicht jeder innere Anteil muss verändert oder „beseitigt“ werden. Vielmehr kann es darum gehen, einen besseren Umgang mit den unterschiedlichen inneren Zuständen zu entwickeln und vorhandene Ressourcen nutzbar zu machen.

Durch diese Arbeit können neue Sichtweisen auf innere Konflikte und bisher vertraute Verhaltensmuster entstehen. Ziel kann sein, die verschiedenen Persönlichkeitsanteile besser miteinander in Einklang zu bringen und dadurch mehr innere Klarheit und Handlungsspielraum für die heutige Lebenssituation zu gewinnen.

 

Hypnosystemische Trancen

 

Hypnosystemische Trancen verbinden Elemente der Hypnotherapie mit systemischen Ansätzen. Dabei wird eine natürliche Fähigkeit genutzt, die wir aus dem Alltag kennen: Immer wieder richten wir unsere Aufmerksamkeit so stark auf bestimmte Gedanken, Bilder oder Erlebnisse, dass anderes für einen Moment in den Hintergrund tritt.

In einer Trance kann die Aufmerksamkeit gezielt nach innen gelenkt werden. Mit inneren Bildern, Vorstellungen und persönlichen Erfahrungen können neue Perspektiven auf eine Situation entstehen.

Dabei geht es nicht darum, die Kontrolle abzugeben. Sie bleiben während der gesamten Arbeit bei sich und können die Trance jederzeit beenden.

Hypnosystemische Trancen können beispielsweise eingesetzt werden, um eigene Ressourcen bewusster wahrzunehmen, neue Sichtweisen zu entwickeln oder bereits vorhandene Fähigkeiten für eine aktuelle Situation nutzbar zu machen.

Welche Form der Trance für Sie sinnvoll ist, richtet sich nach Ihrem persönlichen Anliegen und wird gemeinsam abgestimmt.

 

Glaubenssätze

 

Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen darüber, wie wir selbst, andere Menschen oder das Leben wahrnehmen. Sie können unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen, ohne dass sie uns immer bewusst sind.

Sätze wie „Ich muss es allen recht machen“, „Ich darf keine Fehler machen“ oder „Ich bin nicht gut genug“ können beispielsweise dazu führen, dass wir uns selbst unter Druck setzen oder bestimmte Situationen vermeiden.

In der therapeutischen Arbeit können wir solche Glaubenssätze gemeinsam erkennen und betrachten. Dabei geht es darum, zu verstehen, woher bestimmte Überzeugungen kommen, wie sie sich auf die heutige Lebenssituation auswirken und ob sie für das eigene Leben noch hilfreich sind.

Neue Perspektiven und alternative Sichtweisen können dabei helfen, bisher festgefahrene Denkmuster zu hinterfragen und einen selbstbestimmteren Umgang mit den eigenen Gedanken und Entscheidungen zu entwickeln.

 

Imagination und innere Vorstellungen

 

Imagination bedeutet, mit inneren Bildern, Vorstellungen und Gedanken zu arbeiten. Unsere Vorstellungskraft kann dabei helfen, Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und eigene Gefühle, Bedürfnisse und Ressourcen bewusster wahrzunehmen.

In der therapeutischen Arbeit können beispielsweise angenehme oder stärkende innere Bilder entwickelt, belastende Situationen aus einer neuen Perspektive betrachtet oder zukünftige Situationen gedanklich vorbereitet werden.

Auch Erinnerungen können dabei eine Rolle spielen. Sie werden jedoch nicht als objektive oder unveränderliche Abbildung der Vergangenheit verstanden, sondern aus der heutigen Perspektive betrachtet.

Imagination kann dabei unterstützen, neue Sichtweisen und persönliche Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Welche Form der Imagination eingesetzt wird, richtet sich nach Ihrem Anliegen und wird gemeinsam abgestimmt

 

Humor  

 

Auch in schwierigen Lebenssituationen kann Humor einen Platz in der Psychotherapie haben. Ein gemeinsames Lachen kann Anspannung lösen, neue Perspektiven ermöglichen und dabei helfen, eine belastende Situation für einen Moment aus einer anderen Sicht zu betrachten.

Dabei geht es nicht darum, Probleme kleinzureden oder über persönliche Belastungen hinwegzulachen. Humor wird achtsam und passend zur jeweiligen Situation eingesetzt.

Manchmal kann ein humorvoller Blick auf eigene Denk- und Verhaltensmuster dabei helfen, etwas mehr Abstand zu gewinnen. Dadurch können neue Gedanken entstehen und bisher festgefahrene Sichtweisen beweglicher werden.

 

 

Alle Verfahrensweisen können in verschiedener Weise im Rahmen einer Psychotherapie sowie eines Coaching von mir angewandt werden.

Die Therapietechniken sind bei mir keine starren sondern individuelle Wege die gemeinsam gegangen werden. Durch den variabelen Umgang mit ihnen können kognitive, emotionale sowie körperliche Bereiche sind miteinander verbunden werden. Ich kläre Sie ausführlich zu den Methoden und ihren Wirkungen auf, so dass Sie entscheiden können ob Sie sich auf die vorgeschlagene Methode einlassen möchten oder eine andere ausprobieren möchten.. 

 

Es gibt verständlicherweise keine Erfolgsgarantie. 

 

Regelmäßig bilde ich mich weiter.


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